Wilhelm Busch

Lebenslauf

Am 15. April 1832 wurde Heinrich Christian Wilhelm Busch als ältestes von sieben Kindern in Wiedensahl bei Hannover geboren. Da es zu Hause zu eng war, wurde Wilhelm mit neun Jahren seinem Onkel Georg Kleine einem Pfarrer in Ebergötzen (bei Göttingen) zur Erziehung übergeben. Dieser gab ihm Privatunterricht. Erst drei Jahre später sah Wilhelm seine Eltern das erste Mal wieder. Im Herbst 1846 zog Familie Kleine mit Wilhelm Busch nach Lüthorst am Solling um.

Mit 15 Jahren begann Wilhelm Busch auf Wunsch des Vaters ein Maschinenbau-Studium am Polytechnikum in Hannover, das er 1851 abbrach. Sein Interesse galt der Malerei, weswegen er auf die Kunstakademien in Düsseldorf, Antwerpen und zuletzt in München wechselte. Dort unternahm er Natur-Nah-Studien, die seine Kommilitonen jedoch als freigeistiges Vergnügen interpretierten. Seine Kunst hielt offenbar den damaligen öffentlichen Kritiken nicht stand, weswegen er sich zum Broterwerb auf die Ausführung von Karikaturen verlegte.

"Max und Moritz - Eine Bubengeschichte in sieben Streichen" ist das wohl bekannteste Werk von Wilhelm Busch (Erstveröffentlichung Oktober 1865). Die Geschichte erzählt in Reimform von den bösartigen Streichen zweier Buben, die sich hauptsächlich gegen Respektspersonen der damaligen Gesellschaft richten. Das Buch scheint mit einer Moral (Bosheit ist kein Lebenszweck!) zu enden: Max und Moritz werden in einer Mühle gemahlen und schließlich von Gänsen aufgefressen. Doch die Reaktion auf die Nachricht von dem Tod der beiden hintertreibt die Moral ironisch (Wat geiht meck dat an!). Hier zeigt sich Wilhelm Buschs Hang zu düsteren und schwarzhumorigen Geschichten, der sich erkennbar durch sein gesamtes Werk zieht.

Die Rechte für sein berühmtestes Werk "Max und Moritz", verkaufte er als Student für 1700 Goldmark oder seinerzeit umgerechnet etwa 1000 Gulden an seinen Verleger Kaspar Braun, der damit ein Vermögen verdiente. Erst im hohen Alter erhielt Wilhelm Busch einen Ausgleich von 20.000 Goldmark, die er einem wohltätigen Zweck spendete. 1872 zog Busch wieder in seinen Geburtsort nach Wiedensahl, von dem er häufig zu Auslandsreisen unter anderem nach Italien und in die Niederlande aufbrach.

Bis 1884 veröffentlichte er einige seiner berühmtesten Geschichten, wie "Fipps der Affe" oder "Die fromme Helene". 1898 zog er zu seinem Neffen in Mechtshausen am Harz. Dort starb Wilhelm Busch am 9. Januar 1908 im Alter von 75 Jahren. Neben seinen bekannten Werken malte Busch auch etwas mehr als 1000 Ölbilder, die er Zeit seines Lebens zurückhielt und die erst nach seinem Tod veröffentlicht wurden.

Links

http://www.wilhelm-busch.de

Diese Seite hat viele Informationen über Wilhelm Busch.

http://www.wilhelm-busch-museum.de

Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover stellt auch andere Karikaturen und kritische Grafiken aus.

http://www.wilhelm-busch-seiten.de

Diese Seite informiert ausführlich über das Leben und Wirken von Wilhelm Busch.

http://www.wilhelm-busch-seiten.de/werke

Auf dieser Seite werden einige Werke Wilhelm Buschs mit Text und Illustrationen vorgestellt.

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