Garten-AG

Wenn es draußen noch klirrend kalt ist und sich noch nicht einmal ein vorwitziges Schneeglöckchen aus der Erde traut, haben die Wilhelm-Busch-Schüler und ihre Lehrerin Frau Deppmeyer schon ein Projekt. Seit Jahren bereits ziehen sie auf den Fensterbänken im Klassenzimmer Blumen und Gemüsepflanzen, die sie dann im Mai auf dem Bramscher Wochenmarkt verkaufen.

Schon im Januar haben Dominik, Mika und Sebastian die ersten Minibeete in Plastikschalen angelegt. Die Verbenen wachsen schon prächtig. Die Kornrade, die einmal mit zartlila Blüten den Gartenfreund erfreuen wird, ist ebenfalls auf dem besten Weg zur stabilen Pflanze. Die jungen Gärtner säen aber nicht nur. Sie kaufen auch Pflanzen und ziehen Ableger. Oder sie streifen durch die Beete rund um die Schule auf der Suche nach kleinen Pflänzchen. Oft haben sich Schmuckkörbchen oder Mohn selbst ausgesät. Auch winzige Tomatenpflanzen wurden schon gefunden und zum stattlichen Gewächs aufgepäppelt.

Mittlerweile haben die Nachwuchsgärtner schon einen festen Kreis von Stammkunden für Tomaten, Mangold, Basilikum, Petersilie, Sonnenblumen, Tagetes oder Edelwicken. Mancher gibt schon Wochen, bevor die Schüler ihre Pflanzen auf dem Wochenmarkt präsentieren, seine Bestellungen auf, erzählt Deppmeyer, die die AG schon seit Jahren betreut. In zwei Wassergläsern hat die Lehrerin in der Zwischenzeit schrumpelige weiße Knöllchen eingeweicht. Was das ist? Dominic und Mika haben keine Ahnung. Es sind Nascherbsen, eine ganz spezielle Sorte aus Schweden, die man roh knabbern kann, wenn sie reif ist. Hier bei uns kennt man diese Pflanze, die mannshoch werden kann, eigentlich nicht, sagt Deppmeyer. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

In den mit schwarzer Erde gefüllten Schalen stehen die winzigen Pflanzen inzwischen wie die sprichwörtlichen "Haare auf dem Hund". Sie müssen pikiert, das heißt vereinzelt werden, damit sie einmal groß und kräftig werden. Mika versucht sich mit spitzen Fingern. Mal klappt"s, mal zeigt sich, dass diese Arbeit nichts für Grobmotoriker ist. Marlies Deppmeyer lobt ihre Schüler dennoch: "Manche haben richtig feine Finger und machen das ganz prima. Und wenn nicht, gibt es ja immer noch genug Pflänzchen." Die Förderschullehrerin hatte schon Schüler, die auf dem Weg über die AG in den Beruf gefunden haben. Vor diesem Hintergrund geht die Lehrerin dann auch in den Osterferien in die Schule und hätschelt die zarten Pflänzchen.

(Artikel aus: Bramscher Nachrichten)

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zuletzt aktualisiert am:

29.09.2022

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